Einladung: Offenes Treffen am 19.10.

Auf der offiziellen Homepage von Marburg ist zu lesen: „Herzlich willkommen in Marburg der Universitätsstadt mit Historie, Altstadt zwischen Lahn und Schloss, universitärem Flair und landschaftlich reizvollem Umland. Tourismus, Kultur und Geschichte haben sich in Marburg immer wechselseitig beflügelt.“

Also alles gut in Marburg? Oder doch eher eine Stadt, die sich auf Uni und Touris
konzentriert und andere Bedürfnisse außer Acht lässt?
Die Stadt samt ihren Clubs und Kneipen wird als sehr studentisch wahrgenommen und gepriesen – die hässliche Seite davon ist, dass die meisten Clubs und Kneipen Personen unter 18 ausschließen. Wohnungen in der Innenstadt sind hauptsächlich Studi-WGs, auch, weil Familien die hohen Kosten für eine ganze Wohnung kaum bezahlen können. Vermieter*innen sehen keinen Grund, die Wohnungen barrierefrei umzubauen, wo sich doch so viele junge, körperlich fitte Studis als Mieter*innen anbieten.

Ist die (Innen-)Stadt wirklich so vielfältig, wie gerne behauptet wird? Finden hier alle ihren Platz, haben alle Gruppen genug Raum, den sie nach ihren Bedürfnissen gestalten können?

Die Gruppe (T)Raumklinik – Für ein Recht auf Stadt Marburg interessiert sich für die Stadtentwicklung in Marburg und wie Menschen, besonders finanziell weniger Privilegierte, dabei wegkommen. Die Gruppe hat sich 2013 bei einer Besetzung eines leerstehenden Hauses gegründet und damit auf Leerstand, fehlenden Wohnraum und die Verdrängung von weniger Privilegierten aus der Innenstadt hingewiesen. Neben dem Wohnungsmarkt ist die Privatisierung des öffentlichen Raumes ein wichtiges Thema der Gruppe.
Wir treffen uns alle zwei Wochen und laden Dich herzlich ein, am 19.10.14 auch zu kommen und dich mit anderen auszutauschen. Großes offenes Plenum von (T)Raumklinik – Für ein Recht auf Stadt Marburg am 19.10.2014 20:00 Rakete im Bettenhaus (Emil-Mannkopff-Straße 6)

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Recht auf Stadt Kongress in Heidelberg 17.-19.10.2014

Wir leben in der neoliberalen Stadt. Öffentliche Unternehmen wurden privatisiert. Unsere Plätze gehören schicken Cafés und an ihre Tische dürfen wir uns nur setzen, wenn wir bestellen und zahlen. Selbst wenn wir uns mit Bus und Bahn in der Stadt bewegen, sollen wir einen Fahrschein kaufen. Zu manchen Zeiten dürfen wir sogar nur mitmachen, wenn wir besonders viel Geld zahlen: Das günstige Bier aus dem Supermarkt ist in Baden-Württemberg nach 22 Uhr verboten, wer aber genug Geld hat, kann sich selbst Cocktails an der Bar ordern. Wenn wir so wenig Geld haben, dass wir froh sind, wenn wir ein Zuhause auf den Straßen der Stadt gefunden haben, vertreiben uns Polizei und Securitys von den Straßen.

Weitere Infos:

http://akutplusc.wordpress.com/2014/07/31/aufruf-zum-recht-auf-stadt-kongress-und-zur-nachttanzdemo-17-19-10-2014-in-hd/

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POLIZEIKONTROLLEN!

Vorsicht Kontrollen! Polizei sucht Ausländer ohne Pass! Viel Polizei vom
16. – 23.10.2014 an Bahnhöfen, Flughäfen und Autobahnen.

Paznja kontrola! Policija trazi strance bez Pasosa! Puno Policije od
16.-23.10.14 na zeljesnim Stanicama, Ajrodrumima i po Autoputima.

Caution Controls! Police is seeking for foreigners without passport! Lots of
controls from 16.10. – 23.10.2014 at railway stations, airports and highways.

Mise en garde! La police recherche des étrangers sans papiers! Forte présence
policière du 16. – 23.10.2014 autour des gares, des aéroports et des autoroutes.

Dikat Kontrol! Polis pasaportu olmayan yabancilari ariyor! Cok polis görevlisi
16.-23.10. 2014 tarihinde tren istasyonlarinda, havalimanida ve otobanlarda.

¡Cuidado! ¡La policía busca a personas sin identificación! ¡Muchos controles
en estaciones, aeropuertos y carreteras desde el 16.10.2014 hasta el 23.10.2014!

Осторожно проверки! Полиция ищет иностранцев без документов.
Особенно с 16.-23.10 на вокзалах, в аэропортах, на автотрассах

Hişyar be! Kontrol he ye! Polîs li Penaberên bê kaxiz digere! Li navbera
Rojên 16.-23.10.2014 li cîhên Trên, Frokexane û Otoban’an gellek Polîs yê
hebin!

أنتبه سيطره / حواجز للشرطة! الشرطة تبحث عن اجانب بدون جواز أورخصة!
سيكون الكثير من الشرطة منتشرين لهذا الغرض في الدوائر والمطارات وعلى الطرق السريعة
وذلك من يوم . 16.10.14 ولغاية . 23.10.14

Taalazini! Kuanzia Octoba tarehe 16 mpaka 23, polisi wamepanga msako
mkubwa kukamata watu bila paper! Kaeni macho Ulaya mzima!

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und wir sehen uns mal wieder im Gericht…

Am 1.10. um 11:30 sitzen die Bewohnerinnen des SW10 mal wieder im Landgericht in Unistraße in Marburg. Es geht um die Räumungsklage gegen einen der Bewohner des SW10 und gleichzeitig um die Klage der WG gegen den Hausverwalter!

Also: zeigen wir, dass wir Zwangsräumungen nicht legitim finden! Unsere Solidarität habt ihr!

 

 

 

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Pressemitteilung: Eine Stadt für Alle – das Camp.

Mit dem Slogan „Wem gehört die Stadt?“ besetzte am Samstag die Gruppe (T)Raumklinik – Recht auf Stadt Marburg den Platz vor dem ehemaligen Arbeitsgericht in der Gutenbergstr. 29a. Dort hatte zuvor eine Fotoausstellung über selbstorganisiertes, gemeinschaftliches Wohnen in Marburg des Bündnisses Alternativer Runder Tisch stattgefunden.

Auf dem Platz wurde ein Camp eröffnet, welches heute in seinen zweiten Tag startete. Die Besetzer*innen zeigten sich zufrieden mit dem Versuch ein soziales Zentrum unter freiem Himmel zu erproben und gestalteten dieses zusammen mit der Fahrradwerkstatt RADikate, dem Umsonstladen Plunderwunder und einem Workshop des Mietshäuser-Syndikats. Warum die Menschen genau diesen Platz für ein Camp gewählt haben, liegt an dem Bauvorhaben der Stadt und des Studentenwerks. Dort soll ein Wohnheim für Studierende entstehen. Dazu gibt Mäx, eine Bewohner*in, des Camps an: „Wohnungen für Studierende in der Stadtmitte und Sozialwohnungen am Stadtrand sind keine Perspektive, wenn insgesamt die Mieten steigen, woanders Sozialwohnungen an Privat verkauft werden und wenn hier wie dort Menschen die Hälfte ihres Einkommens für Miete zahlen müssen.“

Jede Bewohnerin und jeder Bewohner des Camps kann seine Vorstellung einer schönen Stadt zum Ausdruck bringen. So gibt ein Bewohner des Camps an: „Wer sich in der Stadt länger bewegen will als nur von der Haustür zur Ladentür, braucht Wasser, Essen und Toiletten.“ Die Stadt soll ein Lebensraum und keine Einkaufsmeile sein. Menschen, die in einer Stadt leben, sollen auch ohne Geld und ohne Partei die Möglichkeit haben, ihren Lebensraum mit zu gestalten. Gefordert werden so auch barrierefreie kostenlose ganztägig nutzbare Toiletten und Trinkwasserhähne an jedem öffentlichen Gebäude! Lebensmittel in öffentliche Kühlschränke, statt in die Biotonne! Die Bewohner*innen des Camps fordern eine direkte Mitbestimmung der Menschen, die in Marburg leben, an aktuellen Bauvorhaben und der Stadtplanung. Eike sagt dazu: „Wir, als (T)raumklinik, wollen, dass die RADikate bleibt, der Wagenplatz legal bewohnbar wird und dass es ein soziales Zentrum auf Dauer gibt.“

Die (T)raumklinik richtet sich vor Ort weiter ein und erobert ein Stück Stadt zurück.

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Samstag, 2. August – 14h (Gutenbergstraße 29a): Platzbesetzung und Fotoausstellung!

 

Wem gehört die Stadt?

Bei dieser Frage geht es nicht nur um die immer dramatischeren Auswirkungen des kapitalgetriebenen Wohnungsmarktes, um knappen Wohnraum und steigende Mieten; sondern es geht auch um die Nutzung von öffentlichem Raum allgemein, um Ressourcenzugänge und ein diskriminierungsfreies Zusammenleben in einem Raum, der kollektiv und kontinuierlich durch seine Bewohner*innen ausgehandelt und definiert wird. Wir sind alle an der Produktion und Reproduktion dieser Stadt und was
sie ausmacht beteiligt. Und wir haben das Recht darüber zu entscheiden, was wo und wie entstehen soll.

Die Stadtverwaltung sieht dieses Beteiligungsrecht in dem von ihr einberufenen Runden Tischen verwirklicht. Die Stadt bevorzugt es – ebenso wie die Universität und vor allem auch die private Immobilienbranche – Planungsvorhaben intransparent und anweisend statt wirklich öffentlich und aushandelnd – durchzusetzen.

Die Stadtpolitik spielt die verschiedenen Interessengruppen in der Wohnraumdebatte gegeneinander aus. Mit der Universität als wichtigem Standortfaktor ist es für das Management der Stadt lukrativer das studentische Wohnen zu fördern als zentral gelegene Sozialwohnungen zu bauen. Neue Sozialwohnungen entstehen stattdessen auf dem Richtsberg, werden also am Stadtrand gebaut – schlecht angebunden und kein Störfaktor fürs marktkonforme historische Stadtbild.

Wohnraum wird leider vor allem nach Einkommen verteilt und so wird der Entscheidungsspielraum über die eigenen Wände für unterschiedliche Menschen unterschiedlich weit eingeschränkt und zwar entlang finanzieller und diskriminierender Ungleichheits-strukturen: Für Asylsuchende und Geduldete sind die Möglichkeiten der freien Wohnwahl zusätzlich eingeschränkt. Sie sind nach dem Asylbewerberleistungsgesetz dazu verpflichtet in Wohnheimen oder Lagern zu leben. Diese befinden sich meist in ländlichen Gebieten mit schlechter Anbindung an die Stadt, so auch in Marburg-Biedenkopf.

Das alte Arbeitsgericht in der Gutenbergstraße gehört dem Land Hessen, stand über 2 Jahre lang leer und wird zukünftig von der Universität für zwei lausige Seminarräume und Büros genutzt werden. Wer hat davon mitbekommen? Wer durfte mitentscheiden? An wen wird gedacht und an wen nicht?

Auf der Wiese vor dem Arbeitsgericht sowie auf dem Parkplatz auf der anderen Straßenseite sollen zwei Studi-Wohnheime entstehen.
Wir haben einen besseren Vorschlag: Zwei Wohnhäuser, selbstverwaltet, nach diversen Statusgruppen quotiert, barrierefrei – und ins Alte Arbeitsgericht ein Soziales Zentrum als unkommerzieller Veranstaltungsort, sowie als Raum für Austausch und Begegnung.

Beispiele für solche selbstverwaltete Wohnräume wollen wir mittels einer Fotoausstellung auf der Wiese vor dem alten Arbeitsgericht präsentieren.

Kommt am 2.8.2014 um 14:00 Uhr auf die Wiese vor dem ehemaligen Arbeitsgericht (Gutenbergstr. 29a) zur symbolischen Besetzung auf der aus euren Ideen an Ort und Stelle ein alternatives Wohnprojekt gebaut wird.

Es grüßt,
die (T)Raumklinik für den Alternativen Runden Tisch „Eine Stadt für Alle“

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Interview zur Marburger Stadtentwicklung sowie zu Protest und Widerstandsformen

Auch in der Marburger Kleinstadt lässt sich eine unternehmerische Stadtpolitik und -entwicklung beschreiben sowie deren Resulate: Steigende Mieten, Verdrängung und die Kommerzialisierung von öffentlichem Raum.

Dagegen organisieren wir seit nun mehr als einem Jahr Protest und Widerstand.

Ein Interview mit einem unserer Aktivisten zu alldem findet ihr hier:

https://www.freie-radios.net/64764

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