Werkstattprojekt von Sanierungsplänen bedroht

Wir veröffentlichen an dieser Stelle die Pressemitteilung der „RADikate“ – Mit solidarischen Grüßen!

Radikate

„Die beliebte Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt „RADikate“ ist in ihrer Existenz bedroht und protestiert nun gegen die Sanierungspläne der Stadt. Unter der Erde, in der ehemaligen Fußgängerunterführung in der Biegenstraße, unterstützt RADikate zwei mal die Woche Interessierte ehrenamtlich darin, ihre Räder selbst reparieren zu lernen. Doch noch in diesem Jahr könnte das mittlerweile vielen als „Fahrradtunnel“ bekannte und immer gut besuchte Fahrrad-Bildungs-Projekt den Sanierungsplänen der Stadt zum Opfer fallen.

Denn nach den aktuellen Plänen der Stadt soll der Tunnel, für den der RADikate e.V. 2010 einen Nutzungsvertrag mit der Stadt abgeschlossen hat, zugeschüttet werden. Die Gründe: Die Unterführung passe nicht mehr ins Stadtbild und verursache jährliche Wartungskosten.

Die RADikate übt nun scharfe Kritik an der Informationspolitik seitens der Stadt und fordert den Erhalt der gemeinnützigen Werkstatt am jetzigen Standort.

„Die Nachricht von den Sanierungsplänen kam für uns völlig überraschend. Eigentlich waren wir gerade dabei, den unterirdischen Freiraum um eine Holzwerkstatt zu erweitern. Bei einem diesbezüglichen Gespräch
eröffnete uns Bürgermeister Kahle jedoch unerwarteterweise die Sanierungspläne.“ So Jonas Fritzsche von RADikate. Bürgermeister Franz Kahle (B90/Grüne) bleibt konkrete Angaben zum weiteren Verfahren schuldig. Auch ein offener Brief des Projekts blieb unbeantwortet. Dazu Hannah Weisbach von RADikate: „Bisher wurde völlig über uns hinweg geplant. Als direkt Betroffene fordern wir, in die Planungen einbezogen zu werden“. Dabei ist die RADikate ein sehr beliebtes Projekt: „Jede Woche stehen die Leute Schlange, um ihr Rad zu reparieren. Wir helfen im Jahr über 700 Menschen, auch ohne viel Geld mit dem Fahrrad mobil zu sein“, so Helge Meischner von RADikate. „Wir haben jedoch den Eindruck, dass Herr Kahle den Beitrag, den wir für die Stadt und die hier lebenden Menschen leisten, verkennt“.
Ob die Stadt das Umweltbildungsprojekt erhält oder „wegsaniert“ ist in den Augen der Ehrenamtlichen einzig eine Frage des politischen Willens. „Wir fordern, dass RADikate erhalten
bleibt. Der Tunnel ist ein optimaler Raum für die Selbsthilfewerkstatt und für die Nutzerinnen und Nutzer gut erreichbar“, so Helge Meischner. Die „RADikatis“ sind dementsprechend entschlossen, für ihren Weiterbestand zu kämpfen: Neben dem Offenen Brief werden bereits Unterschriften
gesammelt. Die Gruppe plant außerdem eine Fahrrad-Skate-Demonstration für Anfang Juli. Dass RADikate dabei viel Solidarität erfahren wird, ist sich die Gruppe sicher: „Viele Menschen kennen und schätzen unsere Arbeit und werden unsere Forderungen sicher unterstützen,“ so Hannah Weisbach.
Das Aus für das Projekt scheint also noch lange nicht entschieden zu sein.“

http://www.radikate.org/

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